Zum 13. Mal: Die Feldmärker Wies´n

Zum 13. Mal: Die Feldmärker Wies´n

Am 13. Oktober wurde wieder in Dorsten gefeiert und zwar das schon legendäre Feldmärker Oktoberfest. Seit 2006 veranstaltet der Schützenverein Dorsten-Feldmark jährlich auf dem vereinseigenen Festplatz an der Wilhelm-Norres-Straße dieses große eintägige Event in einem Riesenfestzelt mit ca. 3000 m² Partyfläche zuzüglich einem 500 m² großen „Schlemmerdorf“. Als die Feldmärker mit diesem Fest starteten, waren sie die ersten in Dorsten und Umgebung, mittlerweile gibt es zahlreiche Nachahmer in der Nachbarschaft: Ob in Wulfen, Deuten, Schermbeck, Kirchhellen, Marl oder Recklinghausen – überall gibt´s mittlerweile Oktoberfeste. Ganz wichtig ist dem Veranstalter, dass das Fest authentisch ist; d.h. ein schön geschmücktes Festzelt, der Auftritt einer original Bayernband, das Angebot von bayerischem Bier und leckeren Brezn, Leberkäs und Haxn. Dass die Gäste fast ausschließlich im bayerischem Outfit erscheinen, ist schon obligatorisch.

„Doch Jahr für Jahr sind viele Planungen und Handgriffe immer wieder nötig, um dieses Fest in Zusammenarbeit mit dem Zeltwirt und dem Sicherheits- und dem Sanitätsdienst auf die Beine zu stellen und ein wenig bajuwarisches Flair in die Feldmark zu holen“, erklärte der Sprecher des Organisationsteams Wolfgang Lange.

Das Thema Sicherheit ist neben der Buchung von Top-Bands immer ein Hauptaugenmerk des Veranstalters. „Beim ersten Fest im Jahre 2006 waren es „nur“ 1500 Gäste, mittlerweile hat sich die Zahl mehr als verdoppelt, da muss natürlich immer wieder das Sicherheitskonzept angepasst werden. Die Zusammenarbeit mit der Vest Security klappt super und so werden bei diesem Fest ca. 40 Sicherheitsfachkräfte im Einsatz sein, um die Sicherheit aller Personen innerhalb und außerhalb des Zeltes zu gewähren“ berichtet Wolfgang Lange. Die Security wurde in vielen Bereichen rund um´s Festgelände eingesetzt, z.B. bei der Zufahrtsstraßenkontrolle, Parkplatzeinweisung, Kontrolle der Zeltzufahrt für Befugte und der Notausgänge sowie der Zeltaufsicht. In diesem Jahr wurden auch die komplette Einlasskontrolle mit Taschenvisite und das Anlegen der Eintrittsbänder von der Sicherheitsfirma übernommen. In diesem Zusammenhang wurde schon vorweg der Hinweis gegeben, dass Rucksäcke und große Taschen besser Zuhause bleiben sollten.

Schon die örtliche Lage ist dem Begriff „Feldmärker Wies´n“ ebenbürtig. Im satten Grün eingebettet, steht jährlich das riesige Oktoberfestzelt mit seinem „Schlemmerdorf“ im Dorstener Stadtteil Feldmark, direkt hinter der Tennisanlage. Auch in diesem Jahr war zu erwarten, dass es wieder schon vor der Einlasszeit um 16.30 Uhr eine nicht endende Schlange an feierlustigen Mad´ln in hübschen Dirndln und Burschen mit karierten Hemden und der schon pflichtgemäßen Krachledernen geben werde. Doch zunächst musste die Einlasskontrolle passiert werden, bevor die Besucher sich im „Schlemmerdorf“ mit typischen bayrischen Spezialitäten oder auch mit dem Sattmacher-Klassiker „Currywurst-Pommes“ für den langen Abend stärken konnten. Endlich im Zelt angekommen, starteten die Gäste den „Run“ auf die Tische und Bänke, um dann endlich das erste Maß Bier zu ordern. Sehr beliebt waren auch die frisch gebackenen und noch warmen Laugenbrezel des Bäckermeisters Franz-Josef Compernaß, der an seinem Verkaufspavillon im Zelt auch süße Lebkuchenherzen mit netten Sprüchen anbot.

Bereits seit Anbeginn der Feldmärker Oktoberfeste bringt der Haus-DJ Peter Suttrop vom Profisound Dorsten nun schon die Wiesn-Gäste zum Schunkeln und Mitsingen und auf die nötige Betriebstemperatur. Der Partynator Peter, ein Urgestein der Stimmungsmacher, schafft es jedes Jahr, dass alle innerhalb von wenigen Minuten auf den Bänken stehen, um richtig Party zu machen. Aber die Gäste sollten sich nicht sofort verausgaben, sondern die Stimmung soll sich bei zunächst bajuwarischer Musik langsam aufbauen und dann kontinuierlich mit gängigen Partycharts gesteigert werden.


Doch was wäre ein Feldmärker Oktoberfest ohne den obligatorischen Fassanstich. Für das aktuelle Königspaar des Schützenvereins, Tobias I. Nordmann und Ramona I. Nitsch war es aufregend, dass sie den Fassanstich durchführen sollten. Nicht ganz so souverän wie seine Vorgänger zuvor, versuchte König Tobi den Zapfhahn einzuschlagen. Das Glück war ihm nicht hold, so dass am Anfang reichlich Bier daneben floß und den angrenzenden Bühnenboden in einen „Biersee“ verwandelte. Schuld an diesem Dilemma war die falschherum eingelegte Dichtung am Zapfhahn. Aber dann floss doch noch reichlich goldgelber Gerstensaft als Freibier in die vom Publikum hochgereichten Krüge. Der 2. Vorsitzende Stefan Lukassen und das Orga-Team freuten sich, nun mit den zahlreichen Gästen auf „ein Prosit der Gemütlichkeit“ und ein friedliches Oktoberfest 2018 anzustoßen.

Die neue Band, das „Königliche Hofbräu Regiment“ sorgte direkt am Anfang für einen besonderen Auftritt, denn sie marschierten mit ihren schicken Uniformen und nostalgischen Pickelhauben durch´s ganze Zelt bis zur Bühne. Das 8-köpfige „Hofbräu Regiment“ kam direkt vom großen Volksfest „Cannstatter Wasen“ in Stuttgart zum Gastspiel in die Feldmark und sorgte mit seinem Gig für eine ausgelassene Partynacht, der bis kurz vor der Sperrstunde um 1 Uhr dauerte. Das Front-Trio mit Sänger Robin und den beiden Sängerinnen Janine und Sandy brillierten mit tollen Coverversionen und Eigenkompositionen, aber auch die beiden Keyboarder Marco und Wolfgang und Bassgitarrist Cedric gaben mit passenden Songs ihre guten Stimmen preis. Alles in allem ist der Auftritt des „Hofbräu Regiments“ eine exellente Bereicherung im Reigen der Feldmärker Oktoberfeste gewesen.

„Das Feldmärker Oktoberfest ist ein Fest, das ganz viel auf Eigenleistung aufgebaut ist. Vor jedem Fest werden immer die im Zeltfirst hängenden Kronen mit Tannengrün bestückt und 50 Meter Tannengirlanden gebunden. Die authentische Zeltdekoration ist für uns eine Verpflichtung. Ohne die tatkräftige Hilfe vieler Schützenkameraden aus den Kompanien, dem Vorstand und dem Oktoberfest-Ausschuss wäre es so nicht möglich, dieses Fest durchzuführen“, ergänzte Wolfgang Lange als Resümee.

2018-11-07T14:31:48+00:00

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